Dienstag, 21. Oktober 2008

Klimawandel: Schneller, stärker, früher - mit dramatischen Folgen

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Arktis 2013 ohne Eis, CO2-Anstieg übertrifft alle Prognosen des Weltklimaberichts, Meeresanstieg doppelt so hoch wie bisher angenommen - die Folgen werden verheerend sein.

Als der 4. Weltklimabericht erschien, war die Aufregung groß, Al Gore wurde zum Öko-Star und Nobelpreisträger und die Politik nahm sich erstmals ernsthaft den Herausforderungen des Klimawandels an.



Rasant in Richtung Klima-Katastrophe


Seit den dramatischen Prognosen des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) von 2007 untersuchten Forscher in aller Welt in ihren Fachgebieten den Klimawandel. Eine WWF-Studie fasst nun die Ergebnisse der jüngsten Untersuchungen zusammen.

Und diese verheißen nichts Gutes. Die zusammengefassten Studienergebnisse in aller Kürze:

- Das Nordpolarmeer könnte schon 2013 bzw. spätestens 2040 im Sommer vollkommen eisfrei sein. Immerhin mindestens 30 Jahre früher, als vom UN-IPCC bisher vorhergesagt.


- Das Eis der Antarktis schmilzt ebenfalls schneller als gedacht. Ein Effekt der in dramatischer Art und Weise zum Anstieg der Meere beitragen wird - statt bisher maximal 0,59 Meter wird der Meeresspiegel um 1,2 Meter ansteigen. Betroffen wären weite Küstengebiete in Europa und überall auf der Welt. 


- Die weltweiten Kohlendioxid-Emissionen stiegen im Zeitraum von 1990 bis 1999 um jährlich 1,1 Prozent. Dieser Effekt hat sich zwischen 2000 und 2004 fast verdreifacht mit Zuwachsraten von 3 Prozent jährlich. Das IPCC war in seinen Berechnungen von weit geringeren Werten ausgegangen. 


- Selbst bei einer Reduktion der Treibhausgas-Emissionen um 80 Prozent bis 2050 könnte der Temperaturanstieg nur auf etwas weniger als 2 Grad Celsius eingebremst werden. Ein "hinnehmbares Maß". Dennoch wären die Schäden erheblich.

Die Auswirkungen sind verheerend. Die wichtigsten sind:

- Die Niederschlagmengen werden markant zunehmen. Im Einzugsgebiet der Oberen Donau allein werden Flutschäden von bis zu 73 Milliarden Euro erwartet. 


- Stürme und Fluten werden an Stärke zunehmen. 


- In Deutschland sollen Sturmschäden um bis zu 37 Prozent zunehmen auch für Österreich werden ähnliche Zahlen erwartet. 


- Ab 2070 wird die Stromerzeugung aus Wasserkraft einbrechen. In der Schweiz um bis zu 37 Prozent. „Das angrenzende Österreich wird sicher nicht von diesen Folgen verschont bleiben“, warnt Klimaexperte Markus Niedermair.


- In den heißeren Sommern steigt außerdem die Ozonkonzentration. Die Folgen dieser Entwicklung sind schrumpfende Erträge in der Landwirtschaft und in der Fischerei. 


- Kinder werden voraussichtlich überdurchschnittlich von zunehmenden Krankheiten und stärkerer Luftverschmutzung betroffen sein. 


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Wann bricht der Golfstrom zusammen?



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- Schon bei einem Temperaturanstieg von 1,5 bis 2,5 Grad Celsius könnten bis zu 30 Prozent aller Tier-
und Pflanzenarten aussterben.

Hurrikan Klimawandel
"Was da auf uns zukommt - dagegen wird die Finanzkrise sich ausnahmen wie ein laues Lüftchen gegenüber einem Hurrikan", sagte Klimaexperte Hermann vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie. Sein Institut wird auf der Klimakonferenz analysieren, wie weit die aktuelle Klimaschutzpolitik seit dem letzten Zusammentreffen gekommen ist.

Ernüchternde Zahlen, die das Ringen um ein Klima- und Energiepaket in der EU unter neuem Licht erscheinen lässt.

Der WWF fordert die EU auf, "unverzüglich ein Emissionsminderungsziel zu verabschieden, das die Emissionen innerhalb der EU bis zum Jahr 2020 um mindestens 30 Prozent gegenüber 1990 senkt".

Außerdem soll die EU sich verpflichten, Mittel für Investitionen in sozial- und umweltverträgliche Maßnahmen zur Vermeidung von Emissionen zur Anpassung an den Klimawandel bereitzustellen.

"Der Klimawandel ist schneller als die Politik. Es ist höchste Zeit, das Tempo beim Klimaschutz zu erhöhen", mahnt der Klimareferent beim WWF Deutschland, Brick Medak.




(TT.com/paco)
DW-World.de
20.10.2008



Freitag, 17. Oktober 2008

Rekordtemperaturen in der Arktis

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Neuer Bericht der Wissenschaftler

Der Klimawandel nimmt nach Angaben der US-Klimabehörde NOAA in der Arktis dramatische Ausmaße an. Wie aus dem dritten Arktisbericht von 46 Wissenschaftlern aus zehn Ländern hervorgeht, liegen die Temperaturen zurzeit um fünf Grad über dem Normalwert und damit so hoch wie nie zuvor im Herbst. Das Jahr 2007 sei das wärmste in der Arktis seit Beginn der Aufzeichnungen, für dieses Jahr rechnen die Wissenschaftler mit dem zweithöchsten Wert.


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Dramatischer Rückgang der Eismassen
(hier Patagonien)




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Dominoeffekt: "System verstärkt sich selbst"

Auch die Schmelze der Eisberge geht laut Bericht weiter, die Eisfläche wird kleiner. Die Wissenschaftler sprechen von einem Dominoeffekt: Der Verlust des Eises führe zu größerer Sonneneinstrahlung und damit zur Erwärmung des Ozeanwassers. Die wärmere Luft und das wärmere Wasser wiederum beeinträchtigten Tiere und Pflanzen. Zudem werde der Teil des winterliches Seeeises kleiner, der bis in den Sommer hält. Die negative Entwicklung des arktischen Systems verstärke sich selbst. So verlor die Eisdecke auf Grönland im vergangenen Jahr nach Angaben der Wissenschaftler ein Volumen von 101 Kubikkilometern. Dies wiederum trägt zum Anstieg des Meeresspiegels bei: Der Bericht stellt einen bislang beispiellosen Anstieg des Meeresspiegels in der Arktis von 1,9 Millimetern pro Jahr fest.

Sorge um Rentiere und Eisbären

Das veränderte Klima beeinflusst das sensible Ökosystem der Region. In der Tierwelt werden die Rentierherden kleiner. Wachsende Sorge gibt es um die Eisbären in der Arktis. Weil die Eisdecke der Arktis im Sommer rascher schmilzt, haben die Räuber weniger Platz und Zeit, um Robben zu jagen - die Tiere verhungern. Auch für die pazifischen Walrosse schwinden nach und nach Lebensraum und Nahrung. Vielfach fehlten aber Analysen, so die US-Klimabehörde. Auch bei Walen fehlen aussagekräftige Zahlen. Abhängig von Ernährung und Lebensraum nähme ihre Zahl bei manchen Arten ab, bei anderen zu.

Gänse im "Vormarsch"

Wachsende Populationen gibt es nach Angaben der Behörde bei den Gänsen. Weltweit habe sich die Zahl der Tiere in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Viele Gänsearten haben ihren Lebensraum auf arktische Bereiche ausgedehnt, da es immer mehr eisfreie Bereiche gibt, die Nahrung bieten.

"Dies ist ein sehr kompliziertes System, und wir arbeiten sehr genau daran, seine Rätsel zu lösen", sagte Jackie Richter-Menge vom Cold Regions Research and Engineering Laboratory (CRREL) der US-Streitkräfte. Was jetzt in der Arktis geschehe, werde sich auch auf den übrigen Planeten auswirken. Die Auswirkungen des Klimawandels zeigten sich in der Polarregion sehr viel klarer als in anderen Regionen der Erde, erklärte James Overland von der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA).

Deutsche Forscher ebenfalls besorgt

Auch deutsche Forscher zeigen sich besorgt über die Eisschmelze rund um den Nordpol. Dramatische Folgen für das Erdklima seien nicht auszuschließen, sagte Professorin Karin Lochte vom Alfred-Wegener-Institut. Als Folge der Eisschmelze ist es der "Polarstern" als erstem Forschungsschiff gelungen, den Nordpol komplett zu umrunden. Noch sei aber unklar, ob der Rückgang des Meereises anhält oder es wieder kältere Perioden geben werde, so Lochte.
tagesschau.de
Ausland
Klimawandel
ARD
17.10.2008



"Was die Arktis uns sagt,
was sie uns zuschreit, ist,
dass wir dringend anfangen müssen,
die Treibhausgase zu reduzieren."
Martin Sommerkorn
Arktis-Experte der Umweltstiftung WWF



Klimawandel: 33 Milliarden Dollar für Regenwald-Schutz

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Einnahmen aus dem Emissionshandel sollen die Vernichtung der Regenwälder bis 2030 um 75 Prozent verringern. Die Kosten, die durch den Klimawandel entstehen, könnten dadurch halbiert werden, so ein britischer Bericht.

Industrienationen sollen, einem neuen britischen Klimaschutz-Bericht zufolge, mit jährlichen Aufwendungen in Milliardenhöhe zum Schutz der tropischen Regenwälder beitragen. Der Bericht "Climate Change: Financing Global Forests" setzt dabei auf Einnahmen aus dem Handel mit Emissionsrechten. Dabei bezahlen reichere Länder die ärmeren dafür, ihre Kohlendioxid-Emissionen zu beschränken, um Umweltziele auf globaler Ebene zu erreichen.

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Endzeit für die Polarbären in der Arktis?



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Kohlendioxid-neutrale Wälder

Ein ähnliches Modell schlägt Johan Eliasch, Autor der Studie, für "kohlendioxid-neutrale" globale Wälder vor. Entwicklungsländer sollen einen zusätzlichen Überschuss an Emissionsrechten erwirtschaften, indem sie weniger Bäume fällen. Einnahmen von 33 Milliarden Dollar sollen möglich machen, dass die Vernichtung der Regenwälder bis 2030 um bis zu 75 Prozent verringert wird. Die Kosten, die den Industrienationen durch den Klimawandel entstehen, sollen dadurch halbiert werden.

Das Abholzen und Abbrennen von Wäldern trägt zu einem Fünftel zur Entwicklung der Treibhausgase bei, die für den Klimawandel verantwortlich gemacht werden. "Die Entwaldung wird weitergehen, solange das Abholzen und Verbrennen von Bäumen wirtschaftlicher ist, als ihr Schutz", erklärt Eliasch, der die britische Regierung in Forstfragen berät. Im Moment sind Regenwälder durch die große Nachfrage nach Biodiesel und Fleisch zusätzlich in Gefahr: Wälder werden abgeholzt, um Ölpalmen oder Soja für die Biodiesel-Produktion anzubauen oder Viehweiden zu schaffen.

Kritiker: Mindestens 50 Milliarden Dollar

Kritiker bemängeln an Eliaschs Bericht, dass die von ihm veranschlagten 33 Milliarden Doller viel zu wenig seien. "Es ist ein enormes Unterfangen. Bäume brauchen Zeit, um zu wachsen und Bäume zu pflanzen und sie zu erhalten, ist teuer", sagt Forstwirtschaftsexperte Eric Bettelheim, Leiter der Firma "Sustainable Forest Management". Zusätzlich wird es bei Rohstoffen, für deren Produktion die Wälder abgeholzt werden, weiter zu Preissteigerungen kommen. Das würde die Ausgleichszahlungen wesentlich teurer machen. Bettelheim schätzt die Kosten für eine Halbierung der Abholzungsraten auf 50 bis 100 Milliarden.



(Ag./Red.)
14.10.2008 | AP | DiePresse

Donnerstag, 21. Februar 2008

Höchste CO2-Konzentration seit 800.000 Jahren

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Zusammenhang zwischen CO2
und Temperaturentwicklung bestätigt


Einem schweizerisch-französischen Forscherteam ist es gelungen, anhand eines antarktischen Bohrkerns festzustellen, dass die heutige CO2-Konzentration in der Atmosphäre über 28 Prozent höher liegt als je zuvor in den vergangenen 800.000 Jahren. Im Rahmen des "European Project for Ice Coring in Antarctica" (EPICA) ist ein internationales Forscherteam an der Station "Dome Concordia" 2004 in eine Tiefe von 3.270 Meter vorgedrungen und konnte Eis mit einem Alter von mehr als 800.000 Jahren aus der Tiefe holen. In diesem Eisbohrkern ist die Information über acht vollständige Eiszeitzyklen enthalten, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature.

"Das große Interesse unserer Untersuchungen galt den Treibhausgasen CO2, Methan und Lachgas", so Studien-Co-Autor Thomas Stocker vom Institut für Klima und Umweltphysik am Oeschger Zentrum für Klimaforschung der Universität Bern im pressetext-Interview. "In 770.000 Jahre altem Eis konnten wir zudem natürliche Schwankungen von CO2 und Methan messen, die denjenigen der letzten Eiszeit vor etwa 40.000 Jahren sehr ähnlich sehen." Dies weise darauf hin, dass auch während früheren Zeiten eine ähnliche Dynamik die Klimageschichte geprägt habe wie während der letzten Eiszeit.

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Repower America with wind and solar



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Die nun veröffentlichten Daten liefern neue Eckwerte in der Diskussion über das Ausmaß und die Bedeutung des gegenwärtigen Anstieges der Treibhausgase durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe und die Änderung der Landnutzung. "Die heutigen CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre sind über 28 Prozent höher als je zuvor in den vergangenen 800.000 Jahren", so Stocker. Auch die Methan-Konzentrationen liegen heute um über 124 Prozent höher als je zuvor. "Woher der Anstieg tatsächlich kommt, bestimmen wir in dieser Studie nicht", meint Stocker. Es sei allerdings klar, dass wir die atmosphärische Balance der Treibhausgase so gestört haben, dass dies Auswirkungen auf das Klima hat, meint der Forscher gegenüber dem Fachmagazin Nature.

"Die nun ausgewerteten Eisbohrkerne sind zwar hinsichtlich der Tiefe kein Rekord - allerdings hinsichtlich ihres Alters", erklärt der Wissenschaftler. "Die Eisbohrkerne bieten uns ein perfektes Klimaarchiv der Vergangenheit." Für die Wissenschaftler sind aber auch andere Substanzen, die sich in den Bohrkernen finden von Interesse. Dazu gehören etwa Staubkonzentrationen aber auch chemische Substanzen wie etwa Nitrate.


Dünnschliff eines Eisbohrkerns aus einer Tiefe von 114 m zeigt im polarisierten Licht Grenzen der Eiskristalle und Gasblasen.
© S. Kipfstuhl, AWI Bremerhaven und B. Stauffer, Uni Bern


Quelle:
sonnenseite.de

Freitag, 2. Februar 2007

Uno-Experten sagen Horror-Klima voraus

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Monster-Wirbelstürme, ein dramatischer Anstieg des Meeresspiegels und lange Dürreperioden: Im neuen Uno-Bericht werden die Experten ein Horror-Bild über das zukünftige Klima zeichnen. Deutlich wie nie zuvor geben sie dem Menschen die Verantwortung für die globale Erwärmung.

Paris - Erst am heutigen Vormittag veröffentlicht der Weltklimarat der Vereinten Nationen seinen Bericht zum Stand der Klimaforschung offiziell. Mehrere bekannt gewordene Arbeitsfassungen zeigen aber, wie das Endergebnis ausfallen wird.

Die beobachteten Veränderungen in der Atmosphäre und den Weltmeeren sowie der Verlust von Packeis seien ohne äußere Einwirkung nicht zu erklären, wird das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) heute in Paris erklären. Diese Entwicklung sei nicht allein auf natürliche Ursachen zurückzuführen, sondern durch den Menschen verursacht worden - hauptsächlich durch das Verfeuern fossiler Brennstoffe wie Kohle und Öl. Das gehe aus einer Vorab-Fassung hervor, die der Nachrichtenagentur AP vorliegt.

Die mehr als 500 Autoren der Studie äußerten sich damit schärfer als noch 2001. Damals erklärten sie lediglich, es sei wahrscheinlich, dass der Mensch die Verantwortung für die Erderwärmung trage. Weiter hieß es in dem 20-seitigen Bericht, die Erderwärmung werde noch Hunderte Jahre weitergehen, selbst wenn die Konzentration der Treibhausgase stabilisiert werden könnte.

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass in der Abschlussfassung der Zusammenfassung des viele Hundert Seiten dicken Berichts das kleine Wörtchen "very" vorkommen wird, "sehr".

Forscher und Klimadiplomaten haben lange um die Formulierung gerungen, nach der menschliche Aktivitäten "sehr wahrscheinlich" für den Großteil der in den letzten 50 Jahren beobachteten Erwärmung verantwortlich sind.

Die Wissenschaftler gingen nach AP-Angaben von einer Erhöhung der Durchschnittstemperatur zwischen 1,1 und 6,4 Grad Celsius bis zum Jahr 2100 aus. Das wäre eine größere Spanne als im letzten Bericht. Die Meeresspiegel könnten bis zum Ende des Jahrhunderts nach Einschätzung der Experten um 18 bis 59 Zentimeter ansteigen. Weitere zehn bis 20 Zentimeter seien möglich, wenn das schnelle Abschmelzen des Polareises fortschreite. Die Folge der Erwärmung seien auch zunehmende Dürreperioden sowie Wirbelstürme bisher unbekannten Ausmaßes. Bereits seit Mai vergangenen Jahres kursieren einzelne Ergebnisse aus dem IPCC-Bericht. (mehr...).

Bei der Konferenz, die seit Montag in Paris stattfindet, haben Forscher und Klimadiplomaten um jede Formulierung des politisch wichtigen Dokuments gerungen. Viele Details waren hart umkämpft (mehr...), weil sie große Bedeutung für künftige internationale Klimaschutzabkommen haben.

Die Autoren der Studie setzen darauf, dass ihr Weckruf den Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft, aber auch den Verbrauchern einen heilsamen Schock versetzen wird.

Gestern Abend machten Umweltaktivisten in Frankreich mit einem spektakulären fünfminütigen Stromboykott auf die Energieverschwendung und den Klimawandel aufmerksam. Auch die 20.000 Lichter des Eiffelturms erloschen zwischen 19.55 und 20 Uhr.



SPIEGEL online
AP
02.02.2007